Definition eines Headshots

Simpel ausgedrückt ist ein Headshot ein Photo des Kopfes. Ist das denn nicht das Gleiche wie ein Portrait Photo?

Nein, denn Portraits erzählen in der Regel eine Geschichte.
  • ein Uhrenmacher mit einer Uhr
  • ein Musiker mit seinem Instrument
  • ein Schuhmacher mit seinem Werkzeug

Auch wenn für ein Portrait das gleiche Licht und Equipment verwendet wird wie für einen Headshot, so liegt der Fokus beim Headshot ganz wo anders.

Bei einem Headshot ist das Subjekt, dessen Ausdruck und wie seine Persönlichkeit beim Bildbetrachter ankommt im Fokus.

Das hat zur Folge, dass ein sehr guter Headshot wesentlich schwieriger umzusetzen ist, wie ein Portrait Photo. Beim Headshot gibt es keinen schönen Hintergrund oder tolle Deko Objekte, welche das Bild schöner machen. Es gibt lediglich einen simplen Hintergrund und das Gesicht des Subjekts. Auch hat das Subjekt keine Gegenstände wie Instrument oder Werkzeug in den Händen, welche ihn davon ablenken, dass er photographiert wird.

Es gibt nur Sie!

Ein weltklasse Headshot muss dem Bildbetrachter vermitteln, dass Sie selbstbewusst, zugänglich, sympathisch und natürlich sind.

Hier liegt der wesentliche Unterschied vom Headshot Photographen zum Portrait Photographen. Der gezielte Fokus auf Sie, Ihr Aussehen, Ihre Persönlichkeit und Ihren Ausdruck in dem Moment, in dem es Klick macht.

Geköpft

Als Headshot Photograph werde ich oftmals gefragt, warum ich denn bei allen meinen Headshots den Kopf etwas beschneide und ob es nicht besser wäre, wenn man den gesamten Kopf auf dem Bild hätte. Wahrscheinlich haben Sie sich dies auch gefragt, als Sie meine Headshots angeschaut haben.

Wie ich weiter oben (Definition eines Headshots) bereits erläutert habe, geht es beim Headshot nur um das Subjekt. Es geht nicht um Ihren Rumpf, Ihre Kravatte, den Hintergrund oder - ausser Sie sind Mikhail Gorbatchev- um Ihre Kopfoberseite.

Während eines Shootings gilt es zu beachten, wofür der Kunde den Headshot benötigt. Ein Headshot für ein LinkedIn Profil beispielsweise sollte (je nach Beruf) eher seriös daherkommen, kann jedoch etwas "frecher" als ein typisches Bewerbungsphoto sein. Bei einem klassischen Bewerbungsphoto gilt es dann wieder andere Kriterien zu erfüllen. Auch spielen beispielsweise bei Schauspielern andere Facetten der Persönlichkeit eine Rolle wie bei einem Geschäftsmann.

In der Regel geht es darum, dass der Bildbetrachter einen positiven Eindruck von der Person auf dem Bild erhält. Schauen Sie sich die beiden Photos unten an. Hierbei handelt es sich um exakt die gleiche Aufnahme, nur dass der Bildausschnitt unterschiedlich ist. Sie werden bemerken, dass auf dem einen Photo der ganze Kopf zusehen ist und auf dem anderen der Kopf beschnitten wurde. Wie Sie dem roten Quadrat (oder besser gesagt der Zahl) auf dem rechten Bild entnehmen können, ist das Gesicht um 43% grösser im Bildausschnitt als auf dem linken Photo.

Dies hat zur Folge, dass das Subjekt für den Betrachter viel näher wirkt, erscheint doch die Person auf dem linken Bild etwas gar distanziert.

Details wie das Funkeln in den Augen werden besser sichtbar und die Person auf dem Bild erscheint dem Betrachter zugänglicher. Weiter bin ich der Meinung, dass jeder weiss, dass Ihr Kopf in der Realität nicht abgeschnitten ist und dass sich dort oben Ihre Kopfoberseite befindet.

Dies ist jedoch ein künstlerisches Gestaltungselement und hängt vom Geschmack des Photographen ab.

Vor jedem Shooting bespreche ich diesen Aspekt mit dem Kunden, damit dessen vollste Zufriedenheit garantiert ist. Selbstverständlich kann ich auch mit grösserem Bildausschnitt photographieren.

10 Gründe warum Sie einen Headshot benötigen.

  • 1. Der erste Eindruck - heute tendieren die Leute dazu Personen zu googeln, bevor sie sie das erste Mal treffen.
  • 2. Job Recruiters verwenden 20% ihrer Zeit Ihr Profilphoto anzuschauen - das ist ein Fakt!
  • 3. Man wird (oftmals) nach dem Äussern bewertet - leider auch ein Fakt.
  • 4. Einen professionellen Headshot können Sie viele Jahre verwenden.
  • 5. Ein Headshot ist ein wichtiger Teil Ihrer digitalen Identität.
  • 6. Senden Sie das richtige Signal - und zwar dass Sie professionell sind und Sie sich um Ihre Erscheinung kümmern.
  • 7. Sie können Ihren Headshot überall im WWW verwenden - praktisch alle online Services verlangen heute ein Profilbild.
  • 8. Das Internet vergisst nie! - wenn schon für immer im Netz, dann wenigstens das beste Photo, das Sie je hatten.
  • 9. Verwenden Sie das Photo für Ihren Lebenslauf - darf in keinem CV fehlen. Wie alt ist Ihr jetziges Photo?
  • 10. Seien wir mal ehrlich - wer will schon nicht gut aussehen?

5 Statements über Personal Branding

  • “Your brand is what people say about you when you’re not in the room” – Jeff Bezos, Founder of Amazon
  • “All of us need to understand the importance of branding. We are CEOs of our own companies: Me Inc. To be in business today, our most important job is to be head marketer for the brand called You.” – Tom Peters in Fast Company
  • “Your premium brand had better be delivering something special, or it’s not going to get the business.” – Warren Buffett, Investor and philantropist
  • “Personal branding is about managing your name — even if you don’t own a business — in a world of misinformation, disinformation, and semi-permanent Google records. Going on a date? Chances are that your “blind” date has Googled your name. Going to a job interview? Ditto.” – Tim Ferriss, Author of the 4-Hour Work Week
  • “Branding demands commitment; commitment to continual re-invention; striking chords with people to stir their emotions; and commitment to imagination. It is easy to be cynical about such things, much harder to be successful.” - Sir Richard Branson, CEO Virgin